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Offenheit und Transparenz

Die Revolution ist nicht theoretisch, nur weil sie digital ist. Und man selbst ist nicht außen vor, weil man nicht mitmacht." Mark Pohlmann spitzt in seinem Blog zu, was die Autoren Norbert Schulz-Bruhdoel und Michael Bechtel auf etwa 240 Seiten in ihrem Buch "Medienarbeit 2.0" analysieren, mit unzähligen Praxisbeispielen (unbedingt auch in die Fußnoten schauen) belegen und bewerten. Die beiden Kommunikationsexperten rechnen mit der herkömmlichen Medienarbeit gründlich und überzeugend ab, ehe sie dem Leser aufzeigen, welch ein immenser Arbeitsaufwand im Internet auf ihn wartet.

Als ob eine solche Ankündigung angesichts notwendiger Ressourcen nicht schlimm genug wäre, halten die Autoren den PR-Arbeitern die Fahne vor Augen, die diese seit Jahrzehnten vor sich hertragen und damit vorgeblich Offenheit und Transparenz fordern. Im Netz werden sie darauf verpflichtet, und Schulz-Bruhdoel/Bechtel trauen den wenigsten heute aktiven Medienarbeitern die Flexibilität zu umzudenken. Sie erweitern ihre Skepsis dahingehend, dass die heutigen Ausbildungen den künftigen Entwicklungen nicht einmal ansatzweise gerecht werden.

Das Buch ist gebunden, was angesichts des Preises angenehm erstaunt, im Innenlayout allerdings ein wenig altbacken. Zur Übersicht tragen Überblick und Zusammenfassung zu Beginn und Abschluss eines jeden einzelnen Kapitels bei.

Auch, wenn das Buch im letzten Teil redundant und arg dogmatisch wird, ist es ein spannender Science-Fiction, dessen Zukunft längst begonnen hat. Ein Werk, das nicht in die Bibliotheken von Geschäftsführern und Medienarbeitern, sondern in deren Köpfe gehört.

Kaufinformation

N. Schulz-Bruhdoel,
Michael Bechtel:
Medienarbeit 2.0 - Das Praxisbuch für PR und Journalisten F.A.Z.-Institut
Gebunden, 242 S.
24,90 Euro
ISBN
978-3-89981-193-3

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