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Einführung in den Journalismus Ich bin mir nicht sicher, ob ich meinen Kindern in dieser Medienwelt noch zuraten sollte, Journalist oder Journalistin zu werden", so der kritische Duktus des "Lehr- und Handbuches", wie es Autor Stephan Ruß-Mohl selbst bezeichnet. Auf knapp 300 Seiten behandelt der große Publizist, der heute als Professor für Journalistik und Medienmanagement an der Università della Svizzera italiana in Lugano arbeitet und dort auch das European Journalism Observatory leitet, den "Journalismus". Als Lehr- und Handbuch bleibt das Werk zu sehr an der Oberfläche, als Einführung oder Übersicht zum Thema ist es ein Gewinn für jedes Bücherregal. Journalistische Arbeitsmittel und -prozesse, Redaktionsmanagement, Medienrecht und Ethk sind ebenso Themen wie eine ausführliche Diskussion zur Qualität von Journalismus. "Das Veränderungstempo im Journalismus hat sich dramatisch beschleunigt", befindet Ruß-Mohl und versucht dieser Entwicklung gerecht zu werden, indem er einerseits die Konstanten aufzeigt und andererseits den Trends nachspürt. Letzteres ein wenig halbherzig, aber vielleicht ist das im derzeitigen Entwicklungsstand auch nicht anders möglich. Sehr gut gefällt der Versuch, die Beziehungen von Public Relations und Journalismus zu objektivieren. Zahlreiche Beispiele, Grafiken, Tipps für Einsteiger und Literaturtipps bereichern das Buch, auch wenn die Grafiken ein wenig altbacken daher kommen. Insgesamt ist "Journalismus" das gelungene und lesenwerte Alterswerk eines Professors, der sich der Journalismus-Forschung verschrieben und dabei stets die Praxis im Auge hat. Wer die Standardwerke zum Thema kennt, wird hier viele Stellen wiederfinden. Aber das muss ja nicht falsch sein. |
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Stephan Ruß-Mohl: |
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