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Vom Kaiser Wilhelm über die Wiehen Was treibt einen kreativen Menschen in die Provinz? Thomas Kilian verrät seinen ganz persönlichen Blickwinkel - und plötzlich möchte man auch mal wieder raus in die Natur. Ostwestfalen ist meine neue Wahlheimat. Fünf Jahre werden es im Sommer, und sicher werden noch einige Jahre hinzukommen. Kurz nachdem meine Frau und ich nach Bad Oeynhausen gezogen sind, wollten wir uns einen Hund anschaffen. Ich bin als Försterssohn in der Lüneburger Heide mit Hunden (und vielen anderen Tieren) groß geworden, das fehlte mir. Schon immer gefielen mir Golden Retriever. Eine tolle Rasse. Stets freundlich, gutmütig, mit Will-to-please - echte Familienhunde eben. Und so zog Anfang 2006 Eddy bei uns ein. Ein süßer kleiner Knäuel, mit großen Tatzen und ganz hellweißem Fell. Das Wiehengebirge ist ein bis zu 320 Meter hohes Mittelgebirge in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Es erstreckt sich von Bramsche/Osnabrück über Bünde, Lübbecke bis nach Porta Westfalica und schließt dort ans Wesergebirge an. An der "Porta" zwischen beiden Gebirgszügen thront das 88 Meter hohe "Kaiser-Wilhelm-Denkmal". Eine herrliche Aussicht von dort oben, die jedes Jahr Scharen von Touristen ins Wiehengebirge bringt. Was viele nicht wissen: Vom Kaiser Wilhelm aus lässt es sich auf dem Bergkamm Richtung Westen herrlich wandern. |
Auf der Wanderung
Der Moltketurm, die Wittekindsburg, die Ruine der Kreuzkirche, das Café "Zum Wilden Schmied" laden zum Verweilen ein. Golden Retriever Eddy ist das egal. Er läuft hierhin und dahin, Abhänge hinunter und hinauf. Schnüffelt, holt Äste aus dem Wald, gräbt seine Schnauze in fast ausgetrocknete Wasserlöcher. Ab und zu begegnen wir anderen Spaziergängern, nur wenige mit Hund. Eigentlich seltsam, bietet diese Strecke doch neben der herrlichen Aussicht auch viel Freiraum zum Laufen und Laufen lassen. Das tut nicht nur dem Hund, sondern auch der Seele gut. Thomas Kilian, 29.1.2010
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